Die Eifel
Eifel – bergige Landschaften, grüne Wiesen, große Seen. So habe ich es mir heute vorgestellt. Oder so ähnlich. Erst einmal bin ich auf einer Landstraße. Wobei: das “Land” in Landstraße angesichts der Menge von Autos und Motorrädern vielleicht doch der falsche Begriff ist? Es dauert eine ganze Weile, bis ich die stark befahrene Straße auf einen Feldweg verlassen kann.
Alle Straßen haben hier Namen in Plattdeutsch (Eifeler Platt?). Meine Navi-App ist nach bestem Wissen bemüht, die Namen der Straßen richtig auszusprechen und das ist sehr amüsant. Wie so oft geht es ständig bergauf. Hey, das ist die Eifel – was habe ich erwartet?
Oben
Endlich ist er da: der Ausblick auf die weite Landschaft, in das Tal, über die Bäume hinweg. Blauer Himmel und grüne Wiesen. Mein Ziel heute, der Rursee, er kann nicht mehr weit sein. Irgendwo hinter den Wäldern da unten. Eine große Herde Kühe hat sich den Hang hinauf in die letzte Ecke der Wiese ganz oben verschlagen. Die Sonne brennt, die Kühe nehmen es gelassen. Ich laufe den Hang hinunter vorbei an den Kühen. Über den Wipfeln der Bäume kann ich nun endlich auch den Rursee sehen.
Badewetter
Der Weg führt mich noch durch einen dichten Wald, bis ich immer wieder einen guten Ausblick auf den See habe. Ich sehe Boote, Surfer und ein paar Schiffe. Ich laufe die 300 Meter in längeren Kehren hinab. Es gibt hier kein direktes Ufer, vielmehr liegt die Straße etwas oberhalb des Wasserspiegels. Vereinzelt führen Treppen mit einer abgesperrten Eisentür zum Wasser, wo einige Boote am Steg warten. Weiter den Weg entlang finden sich lange Passagen mit Bruchstein – kein einladender Strandabschnitt. Dazwischen befinden sich immer wieder Bootsanleger, an denen auch reger Betrieb herrscht.
Eifelkreuz
Ich entferne mich wieder vom See und mühe mich wieder einige hundert Meter nach oben. Ein Gewitter zieht auf und es regnet dicke und kalte Tropfen. Ruckzuck bin ich komplett durchnässt und, ehrlich, es ist mit einem mal saukalt. Ich verstecke ich mich eine Weile in einem kleinen Wald, dann lässt es langsam wieder nach. Nach einer erneuten, längeren Tour entlang und neben der Landstraße lande ich wieder im Gelände und folge dem Schild “Eifelkreuz“. Keine Ahnung was es ist, aber es liegt auf meinem Weg. Dort angekommen folge ich der angrenzenden Wiese, die offenbar nicht als Wanderweg gedacht ist. So komme ich an einem Streifen mit Panzersperren aus, dem ich bis auf die nächste Straße folge.
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