Leute, es ist trocken und auch wenn ich die Hitze gut verkrafte, laufe ich lieber durch den Wald.
Langsam wird es eng: ich habe bereits in einem größeren Radius den holländischen und belgischen Bereich durchlaufen und es ist gar nicht mehr so einfach neue Strecken zu entdecken. Ist man aber einmal vor Ort, sieht man auch dort wieder neue Orte für die nächsten Touren.
Heute geht es los im holländischen Vijlen, dort habe ich in der Nähe ein größeres Waldgebiet entdeckt – zumindest auf der Karte. Ich finde den Wald auch recht gut und tauche ein. Die Luft ist gut, es riecht würzig und – es geht bergauf. Nicht weit weg von meinem Weg liegt eine der Landesgrenzen. Wenn ich dieser folge, muss ich unweigerlich am Drielandenpunt auskommen.
Der liegt aber nur fast auf meiner Strecke, aber immerhin in der richtigen Richtung. Nach mehr als 100 Metern Anstieg überquere ich immer wieder kleine Straßen und laufe eine Weile sandige Reiterwege. Die Karte sagt mir, dass die Grenze nicht weit weg sein kann. Ich beschließe, dass ich dort hin laufe. Wie zu erwarten verläuft dorthin kein richtiger Weg, aber immerhin ein Trampelpfad. Ich behalte die Richtung bei, bis ich laut Maps endlich auf der Grenze stehe.
Was habe ich erwartet? Da ist ein Wald und ein Weg. Ich habe aber einen tollen Ausblick. Der Weg ist stark bewachsen und verläuft kurvig und wild am Rand des Waldes entlang. Das gefällt mir – hat etwas von Trail Running.
Nach etwas mehr als zehn Kilometern entkomme ich dem Wald und komme auf einen kurzen Besuch in Vaals vorbei. Von dort geht es weiter nach Lemiers. Hier ist nun auch die deutsche Grenze nicht mehr weit. Aber das spare ich mir heute. Die Sonne brennt erbamungslos und ohne den kühlen Schatten des Waldes bin ich auch mit 18km zufrieden.
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