Ist es nicht schön, wenn die Wanderwege direkt bei den freilaufenden Tieren vorbei gehen und die Tiere dennoch ungestört und unaufgeregt ihren Dingen nachgehen können. Entspannung pur!
Heute starte ich in De Horst, einem Ortsteil von Stramproy, direkt an der belgisch-niederländischen Grenze. Gleich am Anfang steht die Mühle De Nijverheid. Michiel Kunnen hat sie 1903 als steinerne Bergmühle gebaut, nach einem späteren Besitzer heißt sie auch „Molen van Nijs“. Seit 1974 lernen hier freiwillige Müller ihr Handwerk, und gemahlen wird bis heute.
Hinter dem Ort beginnt das Kempen-Broek, ein Grenzpark aus Bachtälern, Wiesen und Feuchtgebieten zwischen Weert, Bocholt und Bree. Über eine Holzbrücke geht es hinein.
Bei Altweerterheide liegt das Wijffelterbroek. Lange war es sumpfiges, unzugängliches Moorland, dann wurde es entwässert und als Ackerland genutzt. Inzwischen holt Natuurmonumenten das Wasser zurück: Das Gebiet soll wieder nass werden, Wasser für trockene Zeiten speichern und die Tungelroyse Beek weiter unten vor Hochwasser schützen.
Im Bach stehen Pferde und trinken, eines watet einfach mitten hindurch.
Am Wegrand steht ein ausrangiertes Boot auf einem Anhänger, etwas weiter eine Hütte aus Lehm und Holz.
Der Bach schlängelt sich durch das Broek, die Ufer sind dicht bewachsen.
An einer kleinen Brücke steht das Schild der Tungelroyse Beek.
Auf den Weiden grasen Schottische Hochlandrinder im Schatten der Bäume.
Dann geht es über die Grenze nach Belgien. Bei Bocholt, wo ich schon einmal am Fluss ohne Namen unterwegs war, folge ich einem geraden Wasserlauf.
Bei Mariahof liegen die Teiche von De Luysen. Gespeist von Eek und Abeek bilden sie einen Komplex von rund 40 Hektar – ein Paradies für Vögel, mit Eisvogel, Rohrdommel und Baumfalke. Von Beobachtungshütten aus kann man übers Wasser schauen.
Durch den Wald geht es über Holzstege weiter, zwischen Pilzen und reifen Brombeeren.
Zurück in De Horst steht am Straßenrand eine kleine weiße Kapelle.
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